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Die Lungenfibrose – eine Form von COPD

Lungenfibrose

Bei einer Lungenfibrose handelt es sich um eine Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge. Der Begriff selbst beschreibt eine Vielzahl an Lungenerkrankungen. Die Ursachen dafür sind sehr vielfältig.

Was ist eine Lungenfibrose und wie äußert sie sich?

Die Lungenfibrose ist eine chronische Erkrankung, bei welcher es zu einer Veränderung des Lungengewebes kommt. Das Lungengewebe nimmt dabei stark zu, die Wand der Alveolen verdickt sich und der Abstand zwischen Atemluft und umgebenden Blutgefäßen vergrößert sich. Das Blut wird nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff angereichert. Die genauen Ursachen für eine Lungenfibrose sind in der Hälfte aller Fälle unbekannt.

Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome eher unspezifisch. Mit fortschreitender Krankheit werden sie jedoch stärker. Die körperliche Belastbarkeit nimmt meist deutlich ab, schon alltägliche Aufgaben führen zum Teil zu Atemnot. Selbst ohne Anstrengung kommt es zu Kurzatmigkeit. Die Folge des zunehmenden Bindegewebes ist ein Sinken des Sauerstoffgehalts im Blut. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, kann die Lungenfibrose zu einer bläulichen Färbung der Haut aufgrund des Sauerstoffmangels führen.

Zusammen mit der Lungenfibrose treten beim Patienten oft auch Erkrankungen wie ein Lungenemphysem (irreversible Erweiterung oder Zerstörung der Lungenbläschen am äußeren Ende der Bronchiolen) oder leiden unter COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Reizhusten und Atemnot können typische Anzeichen für eine Lungenfibrose sein.

Ursachen der Lungenfibrose und Diagnose

In der Medizin wird eine Einteilung in interstitielle Lungenerkrankungen mit bekannter Ursache und idiopathische Lungenfibrosen mit unbekannten Ursachen vorgenommen.

Bekannt sind folgende Ursachen für eine Lungenfibrose:

  • – Infektionen (z. B. durch Viren),
  • – chronische Bronchitis
  • – Medikamente (z. B. bei Krebstherapie)
  • – ionisierende Strahlung (z. B. Strahlentherapie bei Krebserkrankungen im Brustkorb)
  • – Herzerkrankungen (so genannte Linksherzinsuffizienz)
  • – Einatmung von Schadstoffen ( Stäube wie z.B. Asbest oder Zigarettenrauch)
  • – chronisches Nierenversagen
  • – Schocklunge ( als Folge einer Minderdurchblutung des Lungengewebes)
  • – diverse Krankheiten (z. B. rheumatoide Arthritis )

Zur Diagnose führt der Arzt zunächst eine Anamnese durch, denn die Symptome einer Lungenfibrose können auch auf andere Erkrankungen zutreffen. Der Arzt fragt dabei nach der Dauer der Beschwerden und bereits bestehenden Erkrankungen. Von Bedeutung ist auch das berufliche Umfeld.

Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei welcher der Brustkorb abgehört wird. Quietschende Geräusche oder eine Art knisterndes Rasseln deuten auf eine Lungenfibrose hin. Im weiteren Untersuchungsverlauf wird eine Lungenfunktionsprüfung mit Test der Atemfunktion durchgeführt. Auch bildgebende Verfahren wie Computertomografie sowie eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) kommen für die Diagnosestellung in Frage.

Behandlung, Verlauf und Prognose bei Lungenfibrose

Der Ansatz der Behandlung besteht darin, die Erkrankung zu stoppen und die Vermehrung des Bindegewebes nach Möglichkeit zu verlangsamen. Sofern die ursächliche Grunderkrankung bekannt ist, sollte zunächst diese behandelt werden. Da Entzündungsprozesse im Lungengewebe sowie eine Überreaktion des Immunsystems an der Krankheit beteiligt sind, kommen meist anti-entzündliche Medikamente (z. B. Kortison) zum Einsatz. Je nach Krankheitsverlauf kann auch die Gabe von Sauerstoff über Sauerstoffkonzentratoren notwendig werden. Eine letzte Behandlungsoption ist die Lungentransplantation, wenn alle anderen Behandlungen keine Wirkung zeigen.

Weder zum Krankheitsverlauf noch zur Prognose können allgemein gültige Aussagen getroffen werden, da beides von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Sicher ist, dass der bindegewebliche Umbau nicht rückgängig gemacht werden kann. In der Regel ist die Lebenserwartung bei Lungenfibrosen ohne bekannte Ursache verkürzt, lebensverlängernd wirkt sich hier oft nur eine Lungentransplantation aus.

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